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Gepostet on Feb 4, 2013 in Online-Dienste | 1 Kommentar

Musik Streaming – Untergang der Musikindustrie?

Das Internet ist seit Jahren stark im Kommen und verändert nicht nur die Gestaltung der Freizeit, sondern auch viele andere unserer Lebensbereiche. Zahlreiche Dienste und Angebote wurden bzw. werden im Zeitalter der Digitalisierung in den weiten Kosmos des World Wide Web übertragen.
Auch die Musikbranche bleibt von diesen Veränderungen nicht verschont und befindet sich in einer Anpassungsphase. Was zunächst mit dem Vertrieb von Musik über Online-Shops begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit in die Richtung des direkten Abrufens von ganzen Diskografien aus dem Internet – durch entsprechende Software oder direkt über den Browser.

Musik Streaming – ein neuartiges Vertriebsmodell?

analoge medien vs musik streaming

Musik Streaming als nächster Schritt der Medienevolution (C) Alexander Klaus / pixelio.de

Musik Streaming nennt sich dieses Angebot und die jeweiligen Anbieter erfahren in den letzten Wochen und Monaten regen Zuspruch durch stetig wachsende Nutzerzahlen. Während die Umsatzzahlen analoger Musik seit Jahren rückläufig sind, einhergehend mit schrumpfenden Margen, steigen parallel dazu die Erlöse von Musikstücken im Online-Handel, in letzter Zeit insbesondere die der Streaming-Angebote. Musik Streaming bezeichnet die Wiedergabe einer Media-Datei, in dem Falle eines Musikstückes vom Server des Anbieters direkt auf dem Rechner des Benutzers und ist völlig legal. Oftmals sind die Streaming-Dienste kostengünstig oder die Musik lässt sich in den ersten Monaten sogar gänzlich kostenfrei abrufen.

Musik Streaming – worauf man achten sollte

Das Geschäftsmodell dahinter ist simpel: Der Nutzer zahlt einen Monatsbeitrag, bekommt Zugang zur, oftmals mehrere Millionen Titel umfassenden Datenbank und kann diese quantitativ unbegrenzt nutzen. Ein kurzes Beispiel verdeutlicht das: Statt für 20€ das aktuelle Album seines Lieblingsinterpreten zu erwerben, bekommt man und das sogar für weniger Geld, Zugriff auf einen Pool von Millionen von Titeln. Die monatlichen Gebühren bewegen sich, je nach Anbieter zwischen 4,99€ und 9,99€. Die Songs sind nicht Eigentum des Nutzers, diesem ist es lediglich erlaubt auf die Titel zuzugreifen und diese abzuspielen. Aufgrund der rasanten Fortschritte in dem Bereich der Breitbandübertragungskanäle für mobile Empfangsgeräte, wie z.B. Smartphones und Tablets, stellt diese Tatsache mittlerweile jedoch keinen Nachteil mehr dar, da der Nutzer von überall auf seine individuell zusammengewürfelten Playlists und Musikstücke zugreifen kann. Auch unterscheiden sich die Anbieter untereinander mal mehr, mal weniger stark im Umfang der jeweiligen Zusatzangebote sowie in der Kompatibilität zu den verschiedenen Plattformen.

Musik Streaming – Zahlreiche Möglichkeiten durch Zusatzangebote und Vernetzung

Zum einen die Vereinfachung des Beschaffungsweges, jedoch auch die Möglichkeit der Verknüpfung der Streaming-Angebote mit denen der Sozialen Netzwerke haben für einen immensen Zuwachs der Nutzerzahlen bei den Musik Streaming-Anbietern gesorgt. Es ist z.B. möglich sein persönliches Umfeld an den eigenen Musikvorlieben teilhaben zu lassen, sowie sich untereinander darüber auszutauschen, was in der heutigen Zeit der digitalen Vernetzung gerne und ausgiebig genutzt wird.

1 Kommentar

  1. Meiner Meinung nach ein sehr starker Trend, in den sich langsam aber sicher große Firmen mit einschalten. Neuerdings auch Google und Apple.

    Interessant wäre zu verfolgen, wie die Global Player der Musikindustrie darauf reagieren; eigene Dienste ins Leben rufen, mit bestehenden Kooperieren oder sich selbst ins Abseits manövrieren.

    Danke für den ansprechenden Beitrag!